Wie denken Menschen in Deutschland über Ernährung?

Verschiedene Gerichte und Speisen auf einem Tisch
Einblicke in die Studie: Meine, deine, unsere? Was uns als Gesellschaft beim Thema Ernährung wichtig ist (Robert Bosch Stiftung & More in Common, 2025)

Eine neue Studie der 𝗥𝗼𝗯𝗲𝗿𝘁 𝗕𝗼𝘀𝗰𝗵 𝗦𝘁𝗶𝗳𝘁𝘂𝗻𝗴 und 𝗠𝗼𝗿𝗲 𝗶𝗻 𝗖𝗼𝗺𝗺𝗼𝗻 (2025) zeigt: Ernährung ist weit mehr als bloße Nahrungsaufnahme – sie ist Spiegel gesellschaftlicher Erwartungen, Herausforderungen und Chancen.

 

🔎 Wie denken Menschen über Ernährung nach?
– 62 % sind mit ihrer Ernährung zufrieden
– 49 % sehen dennoch Veränderungsbedarf – besonders die unter 30-Jährigen (60 %)
– Viele Menschen würden sich gerne gesünder ernähren, scheitern aber an Alltagsstress und gestiegenen Preisen
– Entscheidende Faktoren für das tatsächliche Essverhalten: Geschmack (89 %), Kosten (76 %) und Gesundheit (72 %)

 

🗣 Wie wird über Ernährung gesprochen?
– Beim Thema Ernährung vertrauen am meisten (84 %) ihrem persönlichen Umfeld, gefolgt von Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen
– Am wenigsten Vertrauen genießen große Lebensmittelunternehmen (13 %), Influencer:innen (12 %) und Politiker:innen (8 %)
– Die öffentliche Debatte über Ernährung wird von 70 % der Befragten als spaltend wahrgenommen. 42 % empfinden die Art der öffentlichen Diskussion sogar als persönlich abwertend

 

🏛 Was treibt uns politisch um beim Thema Ernährung?
– 62 % finden die aktuelle Ernährungspolitik wirkungslos (22 % wirksam).
– Politischen Prioritäten im Ernährungsbereich:
– der Preisanstieg bei Lebensmitteln (38 %)
– die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung (36 %)
– die Eindämmung ungesunder Produkte für Kinder (ebenfalls 36 %).
– Trotz Inflationserfahrungen zeigt sich ein deutlicher Wunsch nach strengeren Vorgaben für die Lebensmittelindustrie – verbunden mit der Bereitschaft, mehr zu zahlen, wenn es dem Tierschutz oder der gerechten Bezahlung von Landwirten dient

 

🌱 Wie stellen wir uns die Ernährung der Zukunft vor?
– Wichtigste Eigenschaften: Gesundheit (66 %), Regionalität (51 %) und ein günstiger Preis (36 %)
– 64 % der Befragten sehen grundsätzlich großen Veränderungsbedarf, zentrale Bedingungen: eine neue Ernährungskultur darf nicht teurer, aufwendiger oder schlechter im Geschmack sein
– Offenheit für politische Maßnahmen ist da – sofern Mitsprache möglich ist

 

➡️ Fazit: Ernährung ist ein hochemotionales, gesellschaftlich aufgeladenes Thema. Die Menschen sind bereit für Veränderung – wenn sie mitgestalten dürfen und ihre Lebensrealität berücksichtigt wird.

 

📌 Link zur gesamten Studie: https://www.bosch-stiftung.de/de/publikation/meine-deine-unsere

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